97/100: Rückspiegel

Maxim (2013)

Eigentlich hätte es mir schon lange klar sein müssen. Schließlich hatte Martin L. Gore es mir schon vorgesungen, da war ich 15. Robin Williams hat es mir gesagt, da war ich 19. James Hetfield hatte es mir vorgesungen, da war ich 33. Aber erst bei Maxim kam die Botschaft an. Mit seinen Zeilen über Mücken und Sommerurlaube zog er mich in einen Song, der auf einmal alles zusammenbrachte: das Leben, die Liebe, das Glück und den Tod. Da war ich 43. Weiterlesen →

Interlude: Coldplay

Schon beim letzten Coldplay-Album hat mich die erste Single zu einem Blog-Post bewogen. „Ghost Stories“ hat mich dann zwar in der Summe nicht ganz so begeistert, wie es die Vorboten „Midnight“ und „A Sky Full Of Stars“ haben vermuten lassen. Auch auf die Gefahr hin, dass es mir mit „A Head Full Of Dreams“ vielleicht ähnlich geht, muss ich sagen: Die jetzt veröffentlichte Vorabsingle »Adventure Of A Lifetime« ist super klasse großartig.
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Interlude: Diane Charlemagne

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich über Diane Charlemagne geschrieben habe: “Mal war sie da, dann wieder weg – und auf einmal stand sie vor mir, ohne dass ich es wusste.“ Jetzt ist sie gegangen – die Stimme von „Inner City Life“ und vielen anderen Hits der Neunzigerjahre. Diane Charlemagne starb am 28. Oktober 2015 im Alter von 51 Jahren an Krebs. Weiterlesen →

96/100: Dämon

Ganjaman feat. Junior Randy (2002)

Ein Traum?
Ich weiß nicht.
Es fühlt sich schon irgendwie real an.
Real, aber weit weg.
Denn die Erfahrungen, die ich in jener Nacht im Frühjahr 2003 gemacht habe, waren irgendwie metaphysischer Art. Wenn ich später versuchte, davon zu erzählen, konnte ich es nie so richtig schlüssig erklären. Das wird mit dem Abstand von zwölf Jahren nicht viel besser geworden sein. Aber ich versuche es mal…
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Interlude: David Guetta

guetta1David Guetta hat nur wenige Sekunden gebraucht, um meine Vorbehalte zu zerstreuen: #realdjing, Kinderlieder, EDM – das alles spielte keine Rolle mehr als der Franzose zu seinem Intro in der erhöhten DJ-Kanzel erschien. Denn David Guetta strahlte so liebenswert, als er in das Rund der prall gefüllten Lanxess-Arena schaute. Er schien sich über die ihm entgegengebrachte Sympathie so aufrichtig zu freuen. Er war so sympathisch. Und blieb es auch die nächsten 100 Minuten, während er uns alle zu einer Hochgeschwindigkeits-Achterbahnfahrt mitnahm. Weiterlesen →

Interlude: Posteingang und andere Fundstücke

Manchmal ist es wie verhext: Es mangelt nicht an toller Musik. Aber an der Zeit, sie zu würdigen. Weil es aber schade wäre, wenn ich meine jüngsten Entdeckungen nicht teilen würde, kommt hier ein Schnelldurchlauf, durch die Songs, die mich in den vergangenen Tagen erfreut haben. Weiterlesen →

97/100: Rückspiegel

Maxim (2013)

Eigentlich hätte es mir schon lange klar sein müssen. Schließlich hatte Martin L. Gore es mir schon vorgesungen, da war ich 15. Robin Williams hat es mir gesagt, da war ich 19. James Hetfield hatte es mir vorgesungen, da war ich 33. Aber erst bei Maxim kam die Botschaft an. Mit seinen Zeilen über Mücken und Sommerurlaube zog er mich in einen Song, der auf einmal alles zusammenbrachte: das Leben, die Liebe, das Glück und den Tod. Da war ich 43. Weiterlesen →

96/100: Dämon

Ganjaman feat. Junior Randy (2002)

Ein Traum?
Ich weiß nicht.
Es fühlt sich schon irgendwie real an.
Real, aber weit weg.
Denn die Erfahrungen, die ich in jener Nacht im Frühjahr 2003 gemacht habe, waren irgendwie metaphysischer Art. Wenn ich später versuchte, davon zu erzählen, konnte ich es nie so richtig schlüssig erklären. Das wird mit dem Abstand von zwölf Jahren nicht viel besser geworden sein. Aber ich versuche es mal…
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95/100: Vapour Trail

Ride (1990)

„Schönes Thema, aber da gibt es gerade keinen aktuellen Aufhänger. Lass‘ uns mal beobachten, ob sich da nicht noch eine neue Entwicklung auftut. Dann können wir ja immer noch einsteigen.“ Ich behaupte mal: Mit dieser Begründung landen viele tolle Geschichten in den Wiedervorlagen zahlreicher Redaktionen – und werden nie wieder hervorgeholt. Denn irgendwas ist ja immer: Griechenland, IS, Flüchtlinge… Und so schaffen es ein paar Themen nie an die mediale Öffentlichkeit, obwohl sie es eigentlich verdient hätten. Mit „Vapour Trail“ von Ride ging es mir die vergangenen Jahre auch so. Von Anfang an in meiner Liste gesetzt, habe ich nie den Anlass gefunden, den Song zu einem Text zu verarbeiten. Nun ist der Aufhänger aber da. Weiterlesen →

94/100: Es tut mir leid

Die Coolen Säue (1997)
Wie persönlich sollte es in so einem Blog eigentlich zugehen? Was gehört hierher, was sollte lieber privat bleiben anstatt auf ewig in den Weiten des WWW auf irgendeiner der unzähligen Schattenseiten gespeichert zu bleiben? Eine interessante Frage – vor allem zu diesem Zeitpunkt – so kurz vor Erreichen des 100. Songs.
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93/100: Little Monster

Royal Blood (2014)

reading_RB_bengaloRechts von mir brannten ein paar Jungs Benagalos ab. Links von mir tobte eine wilde Pogo-Meute. Von hinten kamen in regelmäßigen Abständen Bierbecher geflogen, deren Inhalt sich in langen Fontänen über das Publikum ergoss. Und vor der Bühne ließ sich Schlagzeuger Ben Thatcher von der Menge tragen, während Bassist Mike Kerr Kaugummi kauend zuschaute. Zehntausende Briten außer Rand und Band – an einem regnerischen Samstagnachmittag im englischen Reading. Und ich mittendrin – bis zu den Knöcheln im Matsch. Hammer. Weiterlesen →

91/100: Bring the Noise

Public Enemy w/ Anthrax (1991)

Das Fiz Oblon war die Disco, die mich am meisten geprägt hat. Und sie hat eine bewegte Geschichte. Martin Wüst, über viele Jahre Besitzer, Betreiber und Seele des Fiz Oblon, hat mir bei einem Treffen mehr über die Hintergründe der Zeit erzählt, in der ich mehrmals die Woche auf der Tanzfläche des Clubs stand. Der zweite Teil dieses Interviews beginnt im Herbst 1989. Weiterlesen →

90/100: Umbrella

Rihanna (2007)

Mal nachsehen: Was macht RiRi eigentlich gerade so? 9,3 Millionen Google-Treffer bei den News. Da wird über ihre Liaison mit Lewis Hamilton geschrieben, über gewagte Outfits und Tattoos, sowie über Einsätze als Coach bei „The Voice“. Dabei hat diese Frau auch mal richtig gute Songs gemacht. Aber das ist schon eine Weile her.

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89/100: Train To Doomsville

Lee „Scratch“ Perry & Dub Syndicate (1988)

Es wird dringend Zeit, dass ich Dir vom Fiz Oblon erzähle. Das ist die Disco, die mich maßgeblich musikalisch geprägt hat. In der ich zum ersten Mal so wichtige Künstler wie Public Enemy, Lard oder Fugazi gehört habe. Die Disco, in die ich über Jahre freitags und samstags gefahren bin, um mit meinen Freunden zu feiern. Um Musik zu entdecken. Die Disco, der ich an jeden Standort gefolgt bin. In der ich selbst auch mal aufgelegt habe. Weil mir das Thema so sehr am Herzen liegt und ich möglichst viel davon aufschreiben will, hole ich mir für dieses Posting Unterstützung dazu: Martin Wüst war über viele Jahre Besitzer, Betreiber und Seele des Fiz Oblon. Es gab Zeiten, da habe ich ihn in der Woche öfter gesehen, als meine Eltern. Außerdem hat er mich als einer der Gründer des Intros mit Matthias Hörstmann und dem Intro bekannt gemacht – was ja auch nicht folgenlos blieb. Also bin ich nach Osnabrück gefahren, und habe Martin dort in seinem neuen Geschäft besucht.

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