Interlude: Gülbahar Kültür

„Wenn ihr Name auf einer CD steht, wird da schon etwas für mich dabei sein“ – das hatte ich im vergangenen Jahr zu Gülbahar Kültür geschrieben. Die Journalistin, Schriftstellerin und DJane veröffentlicht regelmäßig Compilations auf musikalischen Gebieten, auf denen ich nicht so firm bin. In diesen Wochen erscheinen gleich drei neue Zusammenstellungen, die ich mit der versammelten Neugier eines Musikinteressierten, DJs und Bloggers durchhöre. Und meine Suche nach mich begeisternden Songs war wieder erfolgreich.

Just erschienen ist „La Fleur Orientale“. Darauf hat Gülbahar Kültür 16 Songs versammelt, die vermutlich nie auf meinem Radar aufgetaucht wären. Was nicht an der Musik an sich liegt: Von akustischen bis zu cluborientierten Songs deckt der Sampler ein breites Spektrum ab, das meine Vorlieben an vielen Stellen berührt. Aber in Ska-Reggae aus Griechenland oder Bossanova aus dem Libanon bin ich eben nicht so bewandert. Von daher bin ich für diese Nachhilfestunde sehr dankbar. Anzudocken fällt leicht: Mit „The Lom“ von Sogand oder „Tehroun“ von PrOmid feat. Omid Mahramzadeh werde ich gleich warm. Und mache mich von da aus auf, um andere Sounds zu entdecken.

Etwas mehr Grundwissen bringe ich für „Beautiful Cover Versions Vol. 2“ mit – eine Zusammenstellung, die am 13. November erscheint. „Take A Walk On The Wild Side“, “My Baby Just Cares For Me” oder “La Vie En Rose” – alles Songs, die ich regelmäßig raussuche, wenn es darum geht, eine Veranstaltung gemächlich aufzuwärmen. Hier kommen diese Klassiker also in neuen Versionen. Und da ist es doch immer wieder erstaunlich, wie gut ein Song auch in ganz anderen Arrangements klingen kann. „I Was Made For Loving You“ als Polka-Punk? Macht Spaß. “Riders On The Storm” mit 4/4-Beat? Kann man Machen. “Doo Wop (That Thing)” als Reggae? Unbedingt. Eine schöne Auswahl die Gülbahar Kültür zusammengestellt hat. Mehr dazu in diesem kleinen Trailer:

Und zu guter Letzt noch eine dritte Compilation, die Gülbahar Kültür – in diesem Fall mit Louie Prima – jetzt an den Start bringt: Mit „The Electro Swing Revolution Vol. 6“ liefert sie einen Sound, der hier in Bonn – auch Dank solcher DJs wie Darius Darek – fest etabliert ist. Es hat bei mir ein paar Songs gedauert, bis ich mit dieser Sammlung warm wurde, aber spätestens bei Buscemis „The Way You Talk To Me“ sah ich vor meinem geistigen Auge eine feiernde Partygemeinde. Auch hier gibt es einen kleinen Trailer, der schon mal einen guten Eindruck vermittelt von dem, was ab 27. November erhältlich sein wird.

Alles in allem: Hut ab vor dem Output – und danke für einige tolle Songs.

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