Interlude: ein langes Wochenende mit Musik

Gut, dass dieses Wochenende länger ist, als die herkömmlichen. Denn es hat sich in den vergangenen Tagen wieder viel Musik angesammelt, mit der ich mich beschäftigen will. Und an ein paar der (Neu-)Entdeckungen lasse ich Dich jetzt einfach mal teilhaben.

Im Newsletter des Intro las ich gestern, dass von Maya Jane Coles ein neues Album erschienen ist. Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich ihre Musik sehr mag und wann immer ich ein paar (deep)housigere Sachen spiele, ist von ihr eigentlich immer etwas in der Playlist. Die neue Platte erscheint allerdings nicht unter ihrem eigenen Namen, sondern als Nocturnal Sunshine. „Unter meinem Klarnamen ist stilistisch eigentlich alles möglich. Nocturnal Sunshine dagegen ist weitaus spezieller, das Tempo höher, der Bass akzentuierter“, hat sie dem Intro als Begründung gegeben. Mir soll’s recht sein, so lange dabei Songs wie „Never Too Late“ rauskommen.

Ebenfalls ein Garant für Musik nach meinem Geschmack ist DJ Koze. Und dabei meine ich nicht nur seine eigenen Songs, sondern auch sein Label Pampa Records, von dem ich gerne Songs kaufe. Kürzlich erst erschien dort eine neue EP des geschätzten Robag Wruhme. Koze selbst hat nun eine Ausgabe der renommierten DJ-Kicks-Reihe zusammengestellt. Traditionell veröffentlichen die jeweiligen DJs auch mindestens einen exklusiven Song für ihren Mix – und das hier ist der von DJ Koze.

Das ist jetzt nicht zwingend der Sound, zu dem ich abgehe. Aber warm, skurril und bemerkenswert ist „I Haven’t Been Everywhere But It’s On My List“ allemal.

Ich werde an diesem Wochenende nicht nur Musik hören, sondern auch auflegen. Pfingstsonntagabend darf ich eine kleine Rheinfahrt mit Musik bereichern. Ich freue mich schon sehr auf das Setting – und ein Song von Sinan Mercenk wird dabei auf jeden Fall erklingen. Bis ich diese Woche Post von seinem Label bekommen habe, kannte ich Sinan gar nicht. Aber offenbar hat er in den vergangenen Jahren viele Songs und Remixe produziert. Eine Sammlung seiner Remixe erscheint am 5. Juni. Das Spektrum reicht von eher chillig-zurückhaltenden Sachen bis hin zu Tracks, die eine Tanzfläche ganz gut in Bewegung bringen können. Mein Favorit ist zweifellos Eddie Matos‘ „Hypnotized (Sinan Mercenk’s Remix Part One), für die Fahrt in den Sonnenuntergang werde ich aber vermutlich diesen Song hier spielen:

Besonders gefreut habe ich mich in dieser Woche über eine Mail von Markus, der unseren Blog offenbar regelmäßig liest. Markus hat mit ein paar wirklich netten Worten auch eine Empfehlung mitgeschickt: ob ich mir nicht mal Kadebostany anhören wolle. Ich muss gestehen, dass ich die Band nicht kannte und beim Einlesen auch die Bandgeschichte mit dem fiktiven Herkunftsland etwas – wie sagt man heute – herausfordernd fand. Aber die Songs der Band (die eigentlich aus der Schweiz kommt) – die sind echt gut. Hör mal:

Tolle Stimme! Da hat Markus auf jeden Fall richtig gelegen. Vielen Dank für die Empfehlung.

Von Kadebostany ist es – nicht unbedingt geografisch, aber zumindest musikalisch – nicht weit bis zu We Walk Walls. Nicht ganz so elektronisch, aber auch immer mit einem guten Refrain am Start. Das Quartett aus Wien wird in Kürze ein neues Album veröffentlichen. Und wenn alle Songs auf „Opportunity“ so gut sind wie „Little Lies“…

Den letzten Absatz in dieser Wochenzusammenfassung widme ich Brandon Flowers. Ich muss sagen, dass ich mir seine neuen Sachen gar nicht unbedingt anhören wollte. Ich fand dass die Songs der Killers nicht immer so groß waren, wie ihre Klappe. Andererseits haben sie mit „Mr. Brightside“ auf jeden Fall einen Klassiker erschaffen. Dass ich jetzt über Flowers Solo-Platte – „The Desired Effect“ – schreibe, hat damit zu tun, dass er auf einem der Songs Neil Tennant von den Pet Shop Boys dabei hat. Das wollte ich also hören und suchte „I Can Change“. Um dann zuerst von einem sehr emotionalen Intro und anschließend von einem „Smalltown Boy“-Sample überrascht zu werden.

Das macht Lust auf mehr. Gut, dass das Wochenende so lang ist und Zeit zum Hören bleibt…

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