Interlude: Vega

Frankfurt am Main ist eine tolle Stadt. Ich habe bislang jedes Mal gute Laune bekommen, wenn ich da war – ob beruflich oder privat. Allein der Moment, wenn bei der Anfahrt über die Autobahn die Skyline auftaucht – ein toller Moment. Vergleichbar vielleicht nur mit der Ankunft in Köln per Zug – sobald der Dom erscheint.

Viele mögen FFM nicht: Manchen ist es zu neureich, anderen zu asozial, wieder andere hassen die Architektur. Ich kann nur sagen: Ich fühle mich dort sehr wohl – das Urbane, das Weltoffene und das Lebensgefühl im Allgemeinen sagen mir sehr zu. Wenn Du mal einen sonnigen Nachmittag am Mainufer verbracht hast und dann hoch auf den Maintower gefahren bist, dann das bunte Treiben in der Markthalle und des Bahnhofviertels angesehen hast, bevor Du Dich abends mit einem Gerippten in der Hand im Biergarten wiederfindest, verstehst Du vielleicht besser, was ich meine.

Ich mag Frankfurt auch, weil die Stadt oft sehr gute Musik hervor gebracht hat. Die meisten würden es vermutlich mit Dance und Techno assoziieren, ich für meinen Teil spreche von einer 25-jährigen Rap-Geschichte.

Ein Vertreter der jüngeren Generation heißt Vega. Der kommt ausnahmsweise mal nicht aus dem Haftbefehl-Umfeld, sondern hat sich mit seinem vielsagenden Label „Freunde von Niemand“ einen eigenen Namen gemacht. Vegas Musik war oft sehr düster und voller Straßenpoesie, gewürzt mit Eintracht-Ultras-Episoden – also nicht unbedingt leichte Kost. Aber gut.

Doch Vega scheint seinem Leben eine neue Richtung gegeben zu haben – und kann inzwischen auch mal Lächeln. Außerdem mag er Hunde. Mein Tipp für einen guten Start in die Woche.

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