Interlude: Clueso

Clueso ging immer an mir vorbei. Ich könnte keine drei Singles von ihm benennen, seine Zusammenarbeit mit Udo Lindenberg hat mir nicht gefallen. Ich habe nicht mal gemerkt, dass seit seiner letzten Platte mehrere Jahre vergangen sein sollen. Und dann hörte ich „Freidrehen“ im Radio. Wäre der Song damals, Mitte Juli, schon in einem Download-Shop verfügbar gewesen – ich hätte ihn sofort gekauft. Als die Single in den Handel kam, war ich musikalisch schon wieder woanders unterwegs. Jetzt aber prasselt Clueso wieder auf mich ein – die neue Platte „Stadtrandlichter“ kommt. Und mit dem „Freidrehen“-Vertrauensvorschuss ausgestattet, hat Clueso jetzt noch einmal meine Aufmerksamkeit.

An „Freidrehen“ gefällt mir die Reduktion. Da ist kein Sound zu viel drin. Da werden stille Momente in für Radio-Pop sonst untypischer Weise ausgereizt. Nun ja, und die elektronischen Zutaten gefallen mir natürlich auch. Wenn ich mir jetzt aber das ganze Album so durchhöre, scheint „Freidrehen“ eher eine Ausnahmeerscheinung zu sein. Die Songs sind jetzt nicht unangenehm, aber doch eher die Sorte Musik, die bei mir nicht hängenbleibt. Aber vielleicht willst Du Dir selbst ein Bild machen?

Welcher Song spricht Dich gleich an?

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