Interlude: Zurück vom Berlin Festival

berlinfestivalberlinZurück vom Berlin Festival. Der Koffer ist ausgepackt, das Equipment wieder angeschlossen – aber längst nicht alle Eindrücke sind verarbeitet. Ich war zwar nur einen Tag dort, hatte aber während meiner „Pausen“ in der großen Halle noch genügend Gelegenheit, mir Bands, DJs und die Location anzuschauen. Ein paar Momente überlagern derzeit meine Erinnerung – hier sind sie.

Der Blick aufs Wasser

berlinfestival_wasser

Ich bin der Stadt Berlin gegenüber oft recht kritisch. Aber ich muss zugeben: Dieser Blick hat mich begeistert. So viel Idylle hätte ich der Hauptstadt gar nicht zugetraut. Ein wunderbarer Kontrast zum ansonsten von Beton und Hallen dominierten Gelände. Entsprechend begehrt war der Platz auf dem Wasser – nicht alle Interessierten kamen am Sicherheitspersonal vorbei, das gegen eine Überfüllung anarbeitete.

Rüfüs
Die drei jungen Männer aus Australien waren die erste Band, die ich am Samstag sah – und gefielen mir besser als alle anderen, die im weiteren Verlauf des Tages auf die Mainstage kamen. Dance-Pop, professionell und charmant vorgetragen – mir gefiel das Trio rufussounds.com sehr. Mein Lieblingssong war „Sundream“ – den es inzwischen auch schon als sehr hörenswerten Claptone-Remix gibt.

RUFUS | SUNDREAM from Katzki on Vimeo.

Genetikk
Nicht wundern, aber ja: Ich lief regelmäßig bei der HipHop-Open-Air-Bühne vorbei. Von den Acts dort sind in erster Linie Genetikk hängenblieben. Das Outfit mit den Mützen fand ich zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Show, das Auftreten und auch einige der Songs fand ich prima.

Fünf Sterne Deluxe
berlinfestival_5sterneAuf die Hamburger habe ich mich am meisten gefreut. Aber so richtig umgehauen hat mich das Wiedersehen nach 13 Jahren nicht. Das Bo, Tobi Tobsen und DJ Coolmann (Marcnesium fehlte laut Bo und Tobi wegen eines Krankenhausaufenthalts) spielten eine Show, die so auch 2001 hätte stattfinden können. Klar, es war nett die drei mal wieder zu sehen. Aber ein bisschen mehr als eine entstaubte Kulisse, eine Nummernrevue ihrer größten Hits und ein paar launige Sprüche hätten es für mich dann doch sein dürfen.

Drunken Masters & Marteria
berlinfestival_marteriaMorgens gegen vier legte das DJ-Duo im kleinen Glashaus auf. Ich war beeindruckt, mit welcher Fingerfertigkeit und Stilsicherheit sich Joe und Chrissi im Eiltempo durch die Popgeschichte bewegten. Da war für alles Platz, was um die 80 bzw. 160 Beats per Minute hat – sogar für „Take on Me“ von A-ha. Und als „Finger an den Kopf“ von Marteria lief – stand Marteria auf einmal auf der Bühne, um den Song mitzusingen. Eine großartige Überraschung, die allen im Saal – inklusive Marteria selbst – riesig Spaß machte.

Cherry-O-Kie
Morgens um vier war auch im White Trash die Stimmung noch super – dort feierten die Gäste beim Cherry-Okie. Daniel Wang und Brandon Boulevard holten junge Leute auf die Bühne, die ihre Lieblingssongs zum Besten gaben. Klar, dass bei „Like A Virgin“ oder „Hey Ya“ der ganze Saal mitgegröhlt hat. Das war alles so locker, so witzig und auch ein wenig hemmungslos und damit eine tolle Bereicherung für den Abend.

Warst Du auch auf dem Festival? Was hat Dir am besten gefallen?

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. *Haha du warst echt der Changeover-DJ? Ich habe mich noch gefragt, woher ich den Namen kannte. Bandtechnisch haben wir uns aber sehr viel anderes angeschaut (siehe mein Beitrag).

  2. Pingback: Interlude: Tanzbare Fundstücke | 100 Songs

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