65/100: Bis es Nacht wird (Dopamine Remix)

Decorder (2005)

Die Idee mit diesem Blog ist ja, dass ich Dir 50 Songs vorstelle, von denen ich denke, dass Du sie kennen solltest. Und da gibt es einen, der für mich da irgendwie reingehört. Er ist von mir. Zumindest in der Version, in der ich ihn Dir vorspiele. Es ist neun Jahre her, dass er fertig wurde. Aber ich höre ihn immer noch gern – ohne dabei zu denken: „Diese oder jene Stelle hättest Du besser machen können.“ Weil ich tatsächlich ein wenig stolz auf den Song bin und weil wir ja immer weniger Geheimnisse voreinander haben, lasse ich mal Zurückhaltung und Understatement sein und spiele ihn Dir vor.

Kennst Du so Momente, wo alles stimmt? Wo Du alles gibst und es für die betreffende Situation genau das richtige ist – ohne, dass man es als Anstrengung wahrnimmt? Ich bin froh, bislang einige solcher Momente erlebt zu haben. Meine mündliche Abschlussprüfung in Englisch war so ein Moment. Ich habe mich in der Prüfungssituation richtig wohl gefühlt, weil alles stimmte. Ich war gut vorbereitet, hellwach und hatte auf alles eine Antwort. Besser hätte es nicht sein können – und meine Note hat das dann auch widergespiegelt. Das Vorstellungsgespräch bei meinem jetzigen Arbeitgeber war auch so eine Situation, in der alles stimmte. Ich kam mit den Leuten klar, mit ihren Fragen – und sie mit meinen Antworten.

Beides sind Momente, die ich seitdem als völlig makellose Erinnerung durch mein Leben trage. Von denen ich denke, dass ich es nicht hätte besser machen können.

Das gibt es auch beim Auflegen. Ich war kürzlich auf einer Hochzeit – die hätte nicht schöner sein können. Und wenn ich mein Schaffen als Musik-Macher unter diesem Gesichtspunkt Revue passieren lasse, bleibe ich immer an einem Song hängen: an meinem Remix von „Bis es Nacht wird“. Von allen Sachen, die ich probiert, aufgeführt und produziert habe ist dieser Song der, der mir am besten gelungen ist – und der mir dabei auch noch am leichtesten von der Hand ging. Er bedeutet mir viel und ist fester Bestandteil meines Musikuniversums. Darum will ich ihn hier mit aufnehmen.

Dabei war „Bis es Nacht wird“ ja nicht der erste Remix, den ich gemacht habe. Schon früher hatte ich Spaß daran, um die Gesangsspuren eines Songs herum ein neues Arrangement zu stricken. Mal suchte ich mir das nötige Material bei Wettbewerben zusammen – auch Depeche Mode hatten mal mit „Dream On“ und „I Feel Loved“ zwei ihrer Singles zur Bearbeitung freigegeben – oder suchte im Netz nach Acapellas von Songs, die ich mochte. Berufswunsch Remixer – Du erinnerst Dich?

Und manchmal sprach ich Bands direkt an, ob sie mir nicht ein paar Spuren überlassen wollten. Blackmail und Fotos etwa gaben mir Gesangsspuren, waren dann aber mit den Ergebnissen nicht zufrieden. Bekannte aus dem Intro-Umfeld waren da häufig nachsichtiger: Das Pawnshop Orchestra hat einen meiner Remixe sogar auf CD veröffentlicht. (Obwohl der zumindest vom Klang wirklich grenzwertig war…). Zu Studienzeiten hatte ich mir mal einen Künstlernamen ausgesucht, den ich zu diesem Zweck wieder ebgestaubt hatte: Dopamine.

decorder_weiterAuch Decorder waren eine Band aus dem Intro-Umfeld. Mein Kollege Christian hatte mich von Anfang an mit Demos versorgt, die mir alle gut gefielen. Meine Frage nach Gesangsspuren lag nahe – kurze Zeit später hatte ich sie schon auf dem Rechner. Von „Normal Null“ produzierte ich zunächst eine Reggae/Dub-Version – einfach, weil das vom Original meilenweit entfernt war. An einem Sonntagmorgen spielte ich sie Christian in dessen Wohnung vor. Er fand ihn gut, wenn auch etwas lang und klangtechnisch nicht ganz ausgewogen. Damit konnte ich leben. Auch damit, dass der Remix ansonsten nirgendwo auftauchte. Dafür tauchte ich beim Decorder-Debüt-Album bei „Danke“ in den Linernotes auf. Eine schöne Überraschung und für mich Anerkennung genug.

Monate später war ich einem Hobbymarkt einkaufen und hörte über die dortige Anlage einen Pop-Song, der sich sehr lange mit einem schönen Streicherarrangement aufbaute. Die Streicher klangen so schön, positiv, lebensbejahend, unbelastet und mündeten dann noch in einen guten Refrain. So etwas wollte ich auch mal produzieren und musste an die Gesangsspuren von „Bis es Nacht wird“ denken, mit denen ich ja noch nicht gearbeitet hatte.

Ich habe kaum Erinnerungen daran, wie ich an dem Arrangement geschraubt habe. Aber rückblickend fühlt es sich mühelos an. Samples, Beats, Ideen, der Gesang – viele Dinge, die ich an unterschiedlichen Punkten mal vorbereitet hatte, bewegten sich wie Magneten aufeinander zu. Und am Ende war ich mit dem Song rundum glücklich.

Jetzt ist es mit der Selbstwahrnehmung so eine Sache. Ich kenne das ja auch von mir: Man hat lange an etwas gearbeitet und steckt da so drin, dass man Unzulänglichkeiten oder Fehler gar nicht erkennt. Depeche Mode zum Beispiel haben erst nach der Veröffentlichung von „Master & Servant“ gemerkt, dass sie beim Mischen im Song-Finale die Snaredrum vergessen haben. Insofern war ich natürlich nervös, als Christian sich ankündigte, um den neuen Remix bei mir zuhause anzuhören.

Ich hatte den Song auf CD gebrannt und in meinen Player eingelegt. Christian drückte auf den Play-Knopf und setzte sich auf meinen Bürostuhl. Um gleich wieder aufzuspringen: Er wollte wissen, wie lang „Bis es Nacht wird“ geworden war. „Acht Minuten und 25 Sekunden?“, las er ungläubig vom Display ab. „Das ist ja noch länger als ‚Normal Null’“. Dann setzte er sich wieder und hörte still zu. Je länger er schwieg, umso unruhiger wurde ich. Als dann aber zum ersten Mal die Stimme des Sängers einsetzte, zeigte er mir die Gänsehaut auf seinem Unterarm. Für mich der Moment in dem ich mich bestätigt fühlte: Dieser Song war anders als alle anderen, die ich bislang zusammengeschraubt hatte.

Ich produzierte kurz darauf auch noch eine weitere Version von „Normal Null“, die bei Decorder auch gut ankam – und die sie auf der Webseite ihres Labels sogar zum Download anboten. Für mich aber bleibt „Bis es Nacht wird“ unerreicht. Es ist unter meinen Produktionen diejenige, die ich unter emotionalen und technischen Gesichtspunkten am liebsten mag.

Aus diesem Grund nutzte ich die Gelegenheit, als ich vor einigen Wochen auf dem Melt!-Festival auflegen durfte: Das letzte der Stücke, das ich an jenem Tag spielte, war mein Remix von „Bis es Nacht wird“. Es fühlte sich toll an, ihn so laut zu hören. Und einige der jungen Leute, die eigentlich wegen Tensnake ins Zelt gekommen waren, fingen sogar an, sich zu dem Song zu bewegen. Auch wenn der Mischer den Song kurz vor der Hälfte abdrehte, weil Tensnake auf die Bühne kam, war ich selig. Und habe nach vielen Jahren tatsächlich Lust bekommen, mal wieder ein eigenes Stück zu produzieren. Vielleicht kann ich dir das dann ja auch mal vorspielen.

P.S.: In dieser Spotify-Playlist findest Du die Originale von Decorder:

Nach der Auflösung von Decorder haben Christian und Sänger Dominik eine neue Band gegründet: Luiek, über die ich auch schon einmal geschrieben habe.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Jau, also wo fange ich am besten an? Ich denke, ich wähle die selbe Affekt-Technik, die Du letzte Woche bei Udo Lindenberg beschrieben hast. Und die bei mir eigentlich seit anderthalb Jahren hier im Blog regelmäßig zur Anwendung kommt.

    Mein lieber Michael, da hast Du diesmal ja wirklich wieder ein Ass aus dem Ärmel gezogen – wow. Ich habe den Song jetzt ein Dutzend Mal gehört und bin überrascht und neugierig und frage mich, wie dieses Remixen eigentlich so genau funktioniert. Da ich ja bekennender Nicht-Instrumente-Beherrscher bin, fehlt mir komplett die Fähigkeit, mich ins Instrumentieren, Arrangieren, Mixen und Wasdanochsoallesdranhängt reinzudenken. 

    Da ich ja weiß, dass Du dahinter steckst, habe ich natürlich mit jedem Mal noch genauer drauf gehört, was Du mit den Vocals gemacht hast, dass die Melodiebögen deutlicher hervortreten, was der Beat eigentlich für eine Rolle spielt – und bin so schlau wie vorher. Und eben zutiefst beeindruckt.

    Als 80ies Kid und Pet Shop Boys-Fan gefällt mir der Song selbstredend sehr gut – aber wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich mir Musik von Freunden auch gar nicht so anhören wie andere Stücke: Ich sehe vor meinem geistigen Auge immer das Genie und seine Hände vor mir. Eine Person, mit der ich über ganz normale Dinge rede, erschafft plötzlich etwas und lässt mich an seiner musikalischen Seite teilhaben – das übt für mich gerade deshalb so eine große Faszination und Bewunderung aus, weil ich weiß, dass ich so etwas nie können werde. Ich weiß schon, was man jetzt entgegnen möchte: Es ist nie zu spät, ein Instrument zu lernen. Und das stimmt auch. Aber Fakt ist: Ich habe mich seit mehr als 25 Jahren gut damit arrangiert, Fan zu sein – und kein Macher.

    Und trotzdem spiele ich mich seit etwa 20 Jahren als Musik-Kritiker auf und überhöre all jene, die meinen, dass ich mir dafür die Berechtigung selbst entziehe, wenn ich selber keine Musik mache. Das ist natürlich Blödsinn: Ich kann Autoliebhaber sein, ohne zu wissen, wie ein Motor oder der Lackier-Vorgang funktioniert. Ich kann Kunstkenner sein, ohne selber einen Pinsel oder Meißel zu halten. Und ich kann Mode verstehen und beurteilen, ohne selber ein vernünftiges Schnittmuster zustande zu bringen.

    Ich bin also Musikkritiker und das ist gut so.

    Doch das Kritisieren von Musik alleine ist ja nicht Teil des Musikjournalisten. Natürlich gibt es zahlreiche Momente, in denen die CD-Schublade zu und der erste Track an geht und ich total geflasht bin und weiß, dass ich als Rezipient gerade Teil von etwas ganz Großem und Wunderbarem bin. Das habe ich in diesem Blog hoffentlich mindestens 32 Mal zum Ausdruck gebracht.

    Doch Du sprichst ja von der besonderen Freude, die Dich jedes Mal wieder überkommt, weil Du dieses Lied hörst und stolz auf Dich bist. 

    So etwas habe ich vor allem beim Schreiben erlebt. Und zwar in dem Moment, wo ich fertig bin und noch einmal alles durchlese und weiß: Dieser Text war jetzt nicht nur ein Auftragswerk gegen Geld, sondern es stecken zwei, drei Gedanken drin, die nur ich so hinbekommen habe. Worte, die vielleicht keine große Literatur sind, die mich aber erfreuen, weil sie ein Teil von mir sind. Ein paar kluge Gedanken gepart mit schönen Formulierungen. Dazu ein intelligenter Einstieg: nicht zu abwegig-konstruiert, aber auch nicht total naheliegend. Dazu ein Berichtsgegenstand (was für ein Wort!), der mich wirklich interessiert, dem ich gleichzeitig aber auch kritisch-distanziert genug gegenüber gestanden habe. Vielleicht ein Künstler-Portrait, bei dessen Vorbereitung ich mich auf Augenhöhe mit dem Musiker unterhalten konnte. Sowas in der Art macht mich glücklich.

    Als ich 2004 beim Berliner Tagesspiegel als Praktikant anfing, war ich schon einigermaßen ehrfürchtig. Ich war seit einiger Zeit Abonnent und das Kultur-Ressort gefiel mir ausnehmend gut. Mit diesen Kultur-Redaktionen war das bis dahin immer so eine Sache gewesen: Für mich als angehenden Geisteswissenschaftler und Autoren war das die Königsdisziplin des journalistischen Schreibens. Diese Ansicht stammt sicher noch aus der Zeit, als Kulturteile noch Feuilleton hießen und man auf der Straße mit „Guten Morgen, Herr Magister“ gegrüßt wurde. Doch ich mochte diesen Respekt vor den Kollegen, die es vermochten, an einem Tag einen gesellschaftspolitischen Essay über die aktuelle Hartz IV-Politik der SPD-Regierung und am nächsten Tag eine glaubwürdige Rezension über das neue White Stripes-Album zu verfassen. Da wollte ich auch hin.

    Beim Vorstellungstermin für mein Praktikum hatte man mir gesagt, dies sei kein Anfänger-Ressort. Für meine Antwort beschloss ich, all meine Arroganz zusammen zu nehmen und zu entgegnen: „Was für ein Glück, denn Anfänger bin ich auch nicht.“ Und dann war ich drin.

    Es ging alles sehr schnell und wie ich schon einmal erzählt habe, bekam ich nach ein paar Wochen eigentlich alle für mich interessanten Pop-Themen auf den Tisch. Und wenn ich selber irgendwo eine Meldung oder ein für mich relevantes Release-Date einer Plattenfirma fand, vertraute man mir mit der Zeit auch immer mehr und ließ mich machen. Das war schon ein schönes Gefühl.

    Doch als ich im Sony Music Newsletter las, dass Duran Duran eine Woche später in Berlin für Interviews zur Verfügung stehen würden, musste ich niemanden lange von irgendetwas überzeugen.

    Duran Duran waren wieder da – und zwar in Stammbesetzung. Zu fünft. Da war es schon mal egal, wie das Album klingen oder wen von den Fünfen ich vor das Mikrofon bekommen würde.

    Ich erhielt den Termin und wusste: Für dieses Interview muss ich alles geben. Da kann ich nicht ankommen und sagen: ‚“Wild Boys“ fand ich immer schon toll und was macht Ihr jetzt so?‘

    Ich recherchierte und zog den wohl weltbesten Duran Duran-Kenner dazu: Meinen Kumpel HiFi Brown. Zusammen mit meiner Freundin saßen wir in unserer Altbau-Küche und berieten, was man die Jungs wohl fragen sollte, um nicht als Total-Nerd oder Ignorant da zu stehen. Denn es galt ein Problem zu umschiffen: Aus Angst vor Raubkopierern weigerte sich das Label, Rezensionsexemplare zu versenden. Das Album sollte erst im Hotel vorgespielt werden – ich hatte also maximal eine Stunde Zeit, mich mit der Musik bekannt zu machen. Es gab nur einen Ausweg: HiFi Brown musste mitkommen.

    Ich meldete mich also mit zwei Leuten an: Offiziell war ich der Reporter und er mein Praktikant. Es klappte: Ich war beruhigt und HiFi Brown im siebten Himmel. Duran Duran waren seine Pet Shop Boys.

    Im Vorraum mussten wir ewig auf die Jungs warten und hörten das Album mindestens vier Mal durch. Mit uns saßen ein gelangweilter Freelancer vom Playboy und eine Tussi von irgendeinem Wochenmagazin. Die hatte merkwürdigerweise gar kein Diktiergerät sondern stattdessen so einen weißen dünnen Kasten mit abgerundeten Ecken dabei: Der erste iPod, den ich jemals zu sehen bekam. Die Wartezeit war also lang und die Gesellschaft einigermaßen unerträglich: Unsere Kollegen interessierten sich nicht die Bohne für die Bandgeschichte von Duran Duran. Sie machten nur einen Job.

    Und dann ging es plötzlich ganz schnell: Tür auf, Nick Rhodes gab uns die Hand, danach Andy und Roger Taylor. Wir setzten uns, sprachen über ihre neue Musik, über Style, über ‚British Invasions‘, über ihren ersten Berliner Gig im Kant Kino und darüber, dass Andy Taylor nach 15 Jahren plötzlich ohne Probleme alle alten Riffs spielen konnte (‚Muscle Memory‘). Dann drückte HiFi Brown Nick Rhodes noch eine CD seiner Bastard-Pop-Remixe von Duran Duran-Songs in die Hand und schon standen wir wieder draußen.

    Ich sauste in die Redaktion, denn ich musste einen kurzen aktuellen Bericht für das Berlin-Ressort schreiben – der ‚richtige‘ Kultur-Artikel folgte zwei Wochen später zum Release des Albums.

    Mit dem aktuellen Artikel war ich leider etwas überfordert: Ich tippte meine 60 Zeilen und versuchte, möglichst viel Berlin-Bezug aus den Interview-Antworten heraus zu filtern. Trotzdem war der zuständige Redakteur leider überhaupt nicht davon angetan und schrieb ihn bis zum Druckschluss fast komplett um. Das versetzte meinem Ego einen gewaltigen Schlag, denn gerade auf dieses Thema hatte ich mich ja wirklich gefreut.

    Also ließ ich Artikel Nr. 2 erstmal liegen. Für alle, die jemals vorhaben, in diesen Beruf einzusteigen, kommt ein gutgemeinter Rat: Ganz ganz schlechte Idee. Das alte Sprichwort: Man soll die Eisen schmieden, so lange sie usw… gilt auch im Journalismus. Je länger man einen Text liegen lässt, desto schwerer wird er. Man soll schreiben, so lange die Bilder noch frisch im Kopf sind: Sonst wird der Text zum Angstgegner. Eine Nacht drüber schlafen ist okay – dann aber auch frisch ans Werk.

    Daran hatte ich mich leider nicht gehalten und angesichts der Schlappe mit Text Nr. 1 verließmich der Mut. Doch nach ein paar Tagen wusste ich: Es hatte keinen Sinn, das alles noch aufzuschieben. Die Redaktion brauchte ihren Text und die 3/5 von Duran Duran waren schließlich so wahnsinnig nett gewesen – da wäre es undenkbar, nun zu kneifen.

    Also legte ich los. Und weil ich in der Redaktion keinen klaren Gedanken fassen konnte, überarbeitete ich das alles noch mal am Abend Zuhause. Irgendwann, nach dem x-ten Re-Write war ich zufrieden. Ich las den Text noch zwei Mal und schmunzelte in mich hinein und dachte schließlich: Ganz genau so muss dieser Text sein – yeah!

    Das Schöne an dieser Geschichte ist: Du kannst es leider nicht überprüfen, weil der Administrator der Tagesspiegel-Seite der Ansicht war, den guten Artikel zu löschen, während der schlechte immer noch abrufbar ist.  

    Doch als Trost kann ich Dir immerhin meinen Lieblings-Gedanken dieses Artikels wiedergeben – diese Emotion, bei der ich immer denke: ‚Toll, das hab ich geschrieben. Und niemand anders.‘
    „Auch wenn sie aus dem verregneten Birmingham stammen – ein Duran Duran-Song fühlt sich an wie der Yachthafen von St. Tropez. Duran Duran sind der perfekte Pop, denn die Illusionen sind durchschaubar. Ihre Romantik ist so artifiziell wie ein Blick in das nächtlich illuminierte Sony Center: nüchtern kalkuliertes Wohlfühl-Feng Shui, aber wirkungsvoll.“ 

    Joa, das würde ich bis heute unterschreiben. Danke, Mikko.

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