Interlude: Left Boy

Kennst Du auch dieses Gefühl der digitalen Überforderung? Du hast zig Fenster im Rechner auf, nebenbei bimmelt Dein Smartphone, WhatsApp oder Threema melden sich. Du weißt, dass Du noch einen Text schreiben wolltest, aber da waren noch die eBay-Auktionen, Dein Twitter-Feed hat sich auch schon wieder aktualisiert, drei Mail-Konten wollen gecheckt werden und wie lange war noch mal das letzte Status-Update bei Facebook her..?

So sieht meine Freizeit oft genug aus – von der täglichen Routine auf der Arbeit mal ganz zu schweigen. Da könnte man jetzt sagen: Das Pech der Spätgeborenen. Oder: Bei der Berufsberatung falsch abgebogen. Wenn es nicht auch immer ein wenig Spaß machen würde…

Denn es hat sich halt über die Jahre so entwickelt und plötzlich haben wir uns alle mehr oder weniger angewöhnt, alles gleichzeitig zu machen – mit permanentem schlechten Gewissen verbunden, weil irgendwas immer auf der Strecke bleibt, ja bleiben muss.

Mit „10 A.M.“ hat Left Boy dazu ein sehr schönes Video gemacht, bei dessen Betrachtung ich zeitweise klaustrophobische Zustände bekommen würde – wenn der Song nicht so genial wäre. Seit ich ihn vor zwei Jahren für mich entdeckt habe, schafft es dieser Musiker einfach immer wieder, mich zu erreichen. So artifiziell seine Musik auch sein mag – so sehr fühle ich sie einfach immer wieder. Und diesmal durch das Video irgendwie doppelt… kannst Du das nachvollziehen?

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