Interlude: Beastie Boys

Gestern hat eine Ära ihr definitives Ende gefunden: Die Beastie Boys haben sich aufgelöst. Wobei das natürlich totaler Quatsch ist, denn seit dem erschütternden Krebs-Tod von MCA im Jahr 2012 war ohnehin schon klar, dass es niemals weitergehen kann. Noch zu seinen Lebzeiten hatten sich die Beasties darauf geeinigt, dass ihre Musik auf keinen Fall kommerziell weiter verwendet werden soll. Und dass es keinerlei Auftritte unter diesem Bandnamen geben wird. Und nun das:

Mike D und Ad Rock schlagen sich mit dem Energy-Getränke-Hersteller „Monster“ herum, weil der gleich mehrere ihrer Songs in Werbespots verwurstet hatte. Am Rande der Gerichtsverhandlung gab Mike D nun das offizielle Ende der legendären Rap-Crew aus New York bekannt.

Selten hat mich der Verlust eines Musikers beziehungsweise das Ende einer Gruppe so sehr mitgenommen, wie bei den Beastie Boys. Ich frage mich seit MCAs Tod immer wieder, woran das liegt – und vergleiche es mit dem Verlust anderer Musiker: Bei John Lennons Tod war ich zu jung. Amy Winehouse hat zu wenig releast, als dass ein Leben ohne sie schwer vorstellbar gewesen wäre. Und Michael Jackson war irgendwie sowieso schon sehr lange in ganz anderen Sphären unterwegs, als die Nachricht seines Todes kam.

Dagegen waren die Beasties für mich irgendwie immer da. Und immer frisch: Sie haben mich mindestens fünf Alben lang hintereinander sehr sehr gut unterhalten: „Paul’s Boutique“, „Check Your Head“, „Ill Communication“, „Hello Nasty“ und „To the 5 Boroughs“ wurden zwischen 1989 und 2004 veröffentlicht. Das sind 15 Jahre! Ich mag diese Alben bis heute alle sehr gerne, denn sie waren einfach geschmacksprägend. Und mit dieser Einschätzung bin ich ganz sicher nicht alleine. Alleine wenn ich auf Parties „Intergalactic“ oder „Sabotage“ spiele, springt immer der ganze Saal zuverlässig mit.

Deshalb nun ein ganz großes „Dankeschön“ und „Servus“ hier bei 100 Songs. Tja, und welchen ihrer zahllosen Hits soll man an so einem Tag teilen? Eigentlich ist das ja ganz egal, weil sie irgendwie alle großartig sind…

Hier kommt „Root Down“ in Erinnerung an einen besonders schönen Sommer 1995 – und weil er was mit Wurzeln zu tun hat…


Beastie Boys – Root Down von BeastieBoys-Official

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