Interlude: Urlaub

Ich habe ein paar Tage frei und endlich mal Gelegenheit, mich durch die ganzen Sachen zu hören, auf die ich in den vergangenen Tagen aufmerksam wurde. Hier eine völlig willkürlich zusammengestellte Liste von Songs, denen ich gerade meine Aufmerksamkeit schenken kann.

Da sind zunächst mal Wye Oak. Gefühlt hält mir derzeit jede meiner Musikseiten die Musik des Duos hin. Nur hatte ich eben noch keine Zeit, mir die Sachen anzuhören. Nachdem aber auch Menschen in meinem Umfeld anfingen, von der Band zu schwärmen, wollte ich wissen, was es mit Wye Oak auf sich hat. Beim Tonspion fand ich ein MP3, was ganz vielversprechend klingt. Anfangs ein bisschen wie „Break My Stride“ in Zeitlupe, kriegt der Song nach hinten raus dann ein paar interessante Ecken und Kanten.

Auch ein neuer Song von Halftribe ist für mich Pflicht. Ich kenne Ryan Bissett aus Manchester zwar nicht persönlich, aber durch eine Jahre lange gegenseitige Gefolgschaft bei Facebook und Soundcloud bekommt man dann ja doch die Illusion, man sei irgend wie miteinander bekannt. „Lacrimae“ ist so, wie ich Halftribe am liebsten mag: ein wenig abstrakt, dabei wohlig warm und durch eine Bassdrum geordnet. Könnte ich Stunden lang hören.

Und wo wir gerade von Pflicht sprechen: Wenn ein neuer Remix von Depeche Mode auftaucht, dann kann ich nicht weghören. Also habe ich mir den Amtrac-Remix von „Should Be Higher“ bei Soundcloud angehört. Dafür, dass ich das Original nicht ganz so doll finde, ist diese Version ganz angenehm. Muss man nicht mögen, aber als Fan zumindest mal gehört haben.

Nach einer längeren Beobachtungsphase habe ich auf ebay auch endlich „I’m Your Fan“ gekauft. Der von uns beiden ja sehr geschätzte Leonard Cohen wird auf dem Sampler von Künstlern wie den Pixies, House Of Love oder REM neu interpretiert. Natürlich habe ich zuerst „Hallelujah“ angewählt, das hier von John Cale gesungen wird. Nicht ganz so groß wie die Version von Jeff Buckley (wie sollte das auch gehen), aber trotzdem klasse.

Dann hatte mich die Tage ein Interviewpartner auf den folgenden Bob-Marley-Song aufmerksam gemacht. Mein Gesprächspartner – von dem ich später noch mal ausführlicher berichten werde – und ich teilen dieselbe Leidenschaft für Maxi-Versionen und Remixe. Wir sprachen über Arthur Baker, John „Jellybean“ Benitez, Steve Thompson und eben auch Julian Mendelsohn. Der Australier war in den Achtzigerjahren Toningenieur bei vielen relevanten Platten und hat auch zahlreiche Remixe produziert. Mein Favorit ist seit langem „We Close Our Eyes“ von Go West, der Mendelsohn-Remix von „Waiting In Vain“ ist wie gesagt die Empfehlung aus meinem Treffen. Ich find’s großartig. Klingt ein wenig nach…

…Urlaub.

Ist da was dabei, mit dem Du etwas anfangen kannst?

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