48/100: Scheinwerfer

Beginner (2003)

Ich gebe zu, dass ich mich vor der Veröffentlichung dieses Textes wirklich eine ganze Weile gedrückt habe. Ich wollte erst mal sehen, wie das hier mit unseren 100 Songs so läuft, bevor ich etwas über die (Absoluten) Beginner schreibe. Nun scheint mir die Zeit reif zu sein: Vor allem möchte ich diesen Text noch vor meinem Höreindruck des nächsten Jan Delay-Albums veröffentlichen. Einfach, damit Du das, was ich dann schreibe, auch richtig einordnen kannst. Mir war also von Anfang an klar, dass es mindestens ein Beginner-Song hier rein schaffen würde. Doch welcher?



Das Schaffen von Eißfeldt, Denyo, Mad und Platin Martin für mich auf einen entscheidenden Track zu reduzieren ist sehr schwierig. Für mich sind die Beginner bis heute meine unangefochtene Lieblings-Deutschrap-Kombo.
Und wer jetzt nicht mehr weiterlesen mag, dem sage ich gerne Adieu, denn auf diesem Gebiet gibt es mit mir nicht wirklich viel zu diskutieren. Es gibt viele andere deutsche Top-MCs und Rap-Artists, doch die Hamburger stehen bei mir als Gruppe ganz oben auf der Liste.

„Scheinwerfer“ ist ein relativ gesellschaftspolitischer Track mit viel Wortwitz. Das sind die typischen Zutaten für einen guten Beginner-Song. Ich kann nicht jede Zeile so unterschreiben, aber ungefähr 97 Prozent (beispielsweise besitze ich New Balance-Treter – eine Sünde ersten Grades im Eißfeldt‘schen Sinne). Es gibt wenige deutschsprachige Songs, bei denen man nach dem zehnten Hören noch etwas Neues entdecken kann – dieser gehört definitiv dazu. „Scheinwerfer“ macht Spaß und übt zugleich Kritik – vielleicht in etwas arroganter Art, aber inzwischen mag ich das manchmal ganz gerne.

Das dazugehörige Album „Blast Action Heroes“ ist vollgepackt mit Referenzen aus dem Rap-Kosmos – nicht nur textlich, sondern auch grafisch und soundtechnisch. Das Artwork: voller Referenzen u.a. an Public Enemy, NWA und die Beastie Boys. Mit diesen Bands bin auch ich aufgewachsen. Die Beginner stehen für mich als Souverän im Musikgeschäft: Ihre konsequente Haltung, ausschließlich durchdachte Tracks zu veröffentlichen, ohne sich dem Markt anzubiedern ist vorbildlich.

Gleichzeitig lässt mich ihr Veröffentlichungstakt von mehreren Jahren als Fan immer wieder verzweifeln. Dabei hat Helmut Dietl genau diese Haltung von Kunstschaffenden ziemlich einleuchtend auf den Punkt gebracht: In einem Interview rund zwanzig Jahre nach der Erstausstrahlung von „Kir Royal“. Gefragt nach der wichtigsten Ingredienz seiner Kult-Serie, antwortet er mit einem Gleichnis seiner Großmutter. An ihrem Sterbebett will Familie Dietl noch schnell das Geheimnis ihres selten leckeren Apfelkuchens erfahren – und sie antwortet schlicht mit zwei Worten: „Nie genug“.

Da es auch von ihnen nie genug neues Material gibt, vertiefe ich mich als Beginner-Fan weiterhin regelmäßig in altbekannte „Dope Beats, Dope Rhymes, Dope Cuts“. Die nächste VÖ wird wohl deutlich NACH dem Jan Delay-Rockalbum anstehen.

Doch jetzt zeilenweise Lobhudeleien rauszulassen, wäre zu langweilig. Daher werde ich lieber ein kleines Geheimnis lüften: Eine Geschichte, die mir lange Zeit sehr peinlich war. Dazu muss ich aber etwas ausholen – dafür erfährst Du dann auch alles Wichtige über mein ambivalentes Verhältnis zu den Nordlichtern. Denn: We got history.

Wie ich kurz vor dem Abitur von dem Deutschrap-Virus erfasst wurde, habe ich ja an anderer Stelle bereits erzählt. Irgendwann im Herbst ’93 wurde im ZDF dann noch die Doku „Lost in Music“ über die damals noch junge deutsche Rap-Szene ausgestrahlt. Es gelang mir, die Wiederholung auf VHS aufzuzeichnen (VH-Was? Spätestens jetzt verlieren wir alle U30-Leser, Michael). Diese Videokassette wurde meine kleine HipHop-Bibel, mein „precious“ Ring.

Diese sehenswerte Reportage ist eine korrekte Milieustudie und für mich ein wichtiges zeithistorisches Dokument. Der Film zeigt die Anfänge einer komplexen Vernetzung von HipHop-Begeisterten aus ganz Deutschland: Von Kiel bis Heidelberg. 1993 gibt es bereits einige Platzhirsche, doch noch kann eigentlich fast jeder mitmachen. Vorausgesetzt, er hat etwas zu sagen und die richtige „attitude“.

Doch was genau diese Attitüde ausmacht, wird natürlich von den Protagonisten selbst definiert. Dazu gehört auch die richtige Kleidung. Interessanterweise lehnen viele Hardliner die damals populären amerikanischen Sportklamotten mit großen Aufdrucken als zu prollig ab. Es ist denn auch das erste Mal, dass ich nach schlichten adidas-Schuhen Ausschau halte.

Es gibt eine „Alte Schule“-Fraktion, die in den 80ern noch vor Karstadt in der Fußgängerzone Headspins gedreht und sich dem Gedanken der Zulu Nation verschrieben hat (kurz gesagt: Kunst statt Drogen). Diese B-Boys halten die drei Säulen des HipHop in Ehren: Rap gehört zu Graffiti genauso wie Breakdance. Gleichzeitig gibt es eine Riege von 17- bis 20-Jährigen, die das alles zwar interessant findet, aber eben auch mal gerne kifft. Beide Fraktionen eint zunächst noch die politische Gesinnung – natürlich sind sie Anti-Alles: Anti-Establishment, Anti-CDU, Anti-Deutsche-Bank, Anti-Nazis. So genau wird das nicht unbedingt immer getrennt.

Wer in dieser Szene irgendwie akzeptiert werden will, muss etwas Talent und den Willen zur Kreativität mitbringen. Also bedrucke ich im Copyshop meinen graumelierten Lieblings-Hoodie mit einem Artwork des französischen Künstlers Mode2 und treibe mich damit immer schon möglichst zum Soundcheck auf Jams und Konzerten herum. Die meisten Gigs finden noch nicht mit großer Security-Mannschaft statt und so treffe ich die Künstler oft am Merchandise-Stand, wo sie ihre Maxis und Band-Shirts anbieten. Mit der Canon meiner damaligen Freundin knipse ich einige Filmrollen voll: Damit reicht es zumindest schon mal für ein paar wohlmeinende Worte von Advanced Chemistry, Such A Surge und der Fresh Familee.

Irgendwann connecte ich mich mit einem tapferen kleinen HipHop-Magazin aus Berlin. Nun darf ich die Künstler also mit einem richtigen Auftrag in der Tasche nerven. Einziges Problem: Das Heft erscheint mal im Monatstakt, dann wieder ein dreiviertel Jahr lang gar nicht.

Dennoch: Für ein Interview mit einem von mir verehrten Künstler überwinde ich alle Scheu und quatsche mich so an alle Musiker heran, die mich interessieren. Das sind normalerweise Bands, deren Fan-Basis bundesweit aus vielleicht ein paar Hundert Hörern besteht.

Im Februar 1995 ist es endlich so weit: Die Absoluten Beginner sollen im Berliner Pfefferberg auftreten. Darauf habe gewartet, seitdem ich in der Doku gesehen habe, wie sie mit der ironischen Ordnungshüter-Ode „K.E.I.N.E.“ die Besucher eines Jugendhauses derartig zum Springen bringen, wie es sonst nur der eine Hit von House of Pain schafft.

Genau das brauche ich im Frühjahr 1995. Ich will Energie tanken, denn meine Vorgesetzten beim Zivildienst nerven total. Ich will endlich mitspringen, ich will auch so ein St. Pauli-T-Shirt tragen, meinen Frust gegen die Welt rauslassen und gegen Nazis und mit dem Untergrund sein. Und natürlich möchte ich herausfinden, was eigentlich in diesen Musikerköpfen so vorgeht, wie sie ihre Gedanken zu Papier bringen, was diese teilweise extrem genuschelten Zeilen eigentlich bedeuten sollen und ein bisschen auch, warum die in Hamburg eigentlich immer so coole Klamotten anhaben, die man sonst kaum findet.

Ich schleppe also meine Freundin durch die halbe Stadt, um glückselig hinter einem weißen Opel-Kombi mit Hamburger Kennzeichen zu parken. Auf dem Aufgang hat ein Herr Eißfeldt bereits erste Tags hinterlassen (komischerweise unter Klarnamen).

Auf der Bühne probt gerade noch eine Magdeburger Raptruppe ihren Auftritt. Von den Hanseaten nichts zu sehen. Die Spannung steigt.

Eine Stunde später sitze ich mit den damals fünf Musikern im Backstageraum und führe ein Interview ohne Diktiergerät. Eigentlich kein richtiges Interview, denn das Heft erscheint gerade mal wieder ewig nicht. Also lasse ich meinen Fanfragen freien Lauf und die Jungs alles geduldig über sich ergehen. Auch wenn ich merke, dass es irgendwie nicht so funken will. Doch wie man ja so hört, darf man sich im unterkühlten Hamburg sowieso erst in dritter Generation zugehörig fühlen, egal ob unter Perlhühnern an der Elbchaussee oder bei der Antifa im Schanzenviertel.

Wenn ich heute auf dieses Gespräch zurück blicke, war ich einfach nur ein Fan. Ich war etwas aufgedreht und freute mich auf das Konzert und meinen Mut, sie einfach anzuquatschen. Ganz sicher habe ich meine Ehrfurcht während unseres Gespräches ein paar Mal zu deutlich rausgelassen. Doch in diesem Moment bin ich einfach nur happy, denn die Typen sind cool und scheinen zu wissen, wovon sie reden.

Nach einer halben Stunde habe ich mit ihnen über Textzeilen, Plattentipps und Merchandise-Preise gesprochen und dabei vieles erfahren, was ich wissen wollte. Nerd-Knowledge, das andere kaum interessieren dürfte. Und am Ende des Abends stehen sie auf der Bühne vor 50 Leuten, wir schreien gemeinsam „Wir wollen keine Bullenschweine!“ und alles ist gut.

Es gibt wenig Konzertabende, an deren Ende ich mich so euphorisch gefühlt habe, wie an diesem kühlen Frühlingsabend.

Schnitt. Ein Jahr später erscheint die Single „Natural Born Chillas“ mit einem selbstgemachten Zeitraffer-Video im Hamburger Hafen. Ein sensationeller Teaser auf das erste richtige Album der Band.

Das halte ich ziemlich genau zu Ostern 1996 in der Hand. „Flashinism“ ist vom Experimentierwahn der frischgebackenen Abiturienten geprägt: Wenig straighte New York-Beats, stattdessen haben sie mit einer Seventies-artigen Liveband teilweise merkwürdige Dudel-Sounds produziert, die auf den Konsum vieler unterschiedlicher Gräser und Pilze schließen lassen.

Doch die Wortspiele zünden immer noch, die Platte gefällt. Bis ich Track 8 höre. Der heißt „Ich lieb die Beginner“ und ist aus der Perspektive eines nervtötenden Fans geschrieben, der sich in die Band so sehr verrannt zu haben scheint, dass die sexuelle Komponente nicht mehr zu überhören ist. So ähnlich wird das einige Jahre später ein gewisser Marshall Mathers weitaus erfolgreicher genüsslich ausweiden. Der Beginner-Song ist vielleicht weniger drastisch, doch ähnlich boshaft. Es ist eine Abrechnung mit… mir und meinem Besuch im Backstageraum. Jedenfalls glaube ich das die nächsten Jahre. Und bin zutiefst verletzt.

Und deswegen kann ich mich einfach nicht mehr dazu durchringen, das Album zu hören. Während meine Freunde sonst immer alle möglichen Anspieltipps aushalten müssen („Jetzt hören wir noch mal in dieses Album rein. Pst! Jetzt hinhören. Hast Du das mitbekommen? Wart mal, ich spiel das gleich noch mal…“), bleibe ich bei dieser Platte kühl. Die Single und ein paar andere Songs spiele ich schon mal anderen vor, doch Track 8 tut einfach sehr weh.

Natürlich sinne ich nicht auf Rache und fertige auch keine Voodoo-Puppe an oder so einen Quatsch. Doch auf mir sitzen lassen will ich das nicht. Ich kann einfach nicht verstehen, wie man so mit seinen Fans umgeht – egal, an wen der Track nun genau gerichtet ist. Denn eigentlich habe ich mich nicht nur als Early Adopter, sondern auch als braver Konsument und Multiplikator und damit eben als Band-Supporter verstanden.

Also lebe ich meine „Revanche“ immer wieder in meiner Kolumne bei MK ZWO aus. In den folgenden Jahren fließen in meinen Beginner-Rezensionen immer mal wieder ein paar Seitenhiebe auf deren ignorante Haltung allen Nicht-Hanseaten gegenüber ein. Letztlich glaube ich zwar kaum, dass die jemals angekommen sind oder mich irgendeinem Leser sympathischer gemacht haben. Doch irgendwie muss ich meine Haltung schließlich auch artikulieren, wenn ich schon nicht zurückrappen kann.

Noch ein Schnitt. Es ist 2003. Die Beginner sind inzwischen nur noch ein Trio und haben mit „Bambule“ zwischenzeitlich einen echten Meilenstein des Deutschraps veröffentlicht. Darauf sind ein paar kleine Hits, ein Anti-Hit, viele gute Ideen.

Danach: große Touren, ein Remix-Album, ein paar mäßig erfolgreiche Solo-Projekte, etwas Hazzle mit einigen Mainstream-Medien. 2003 fühle ich mich inzwischen der Rap-Szene entwachsen: Ich bin Langzeitstudent, habe ein paar ernsthafte Zeitungsartikel geschrieben und bin dafür sogar bezahlt worden.

Zwischenzeitlich hatte ich mal ein paar Jahre lang gar keinen Bock auf HipHop und in meiner Freizeit lieber Anzüge als Caps getragen. Ich habe mich durch zahlreiche andere Genres durchgehört und viele Lieblingsbands und –Alben dazugewonnen. Die meisten Rap-Musiker, die ich mit Anfang zwanzig mochte, haben sich dagegen nicht großartig weiterentwickelt. Ihre Interviews lesen sich eindimensional, schlecht artikuliert, engstirnig – überflüssig.

Mein Verhältnis zur Musik ist allgemein entspannter geworden: „Pop“ ist für mich längst kein Schimpfwort mehr, sondern das Gegenteil: eine coole Haltung. Alles ist irgendwie Pop: Musik, Kunst, Literatur, Filme. Ich lese Bret Easton Ellis und Christian Kracht, deren Gedanken mich deutlich besser unterhalten als Max Herre – und die immer auch ein paar gute Musiktipps parat haben.

Und genau in diesem Sommer 2003 landet das Raumschiff Beginner wieder in meinem Kosmos. Es nennt sich diesmal „Blast Action Heroes“ und nach vorsichtiger Annäherung fühlt es sich wieder genauso an, wie zehn Jahre zuvor: frech und funky, düster und derbe, tiefgründig und technisch up to date.

„Scheinwerfer“ ist der Track, der die Hörer „warnen soll, wie ein Nebelhorn“. Für mich ist er eine ganz private Fanfare für ein neues Verhältnis zu alten Helden. Auch live bringt mich der Song zum bedingungslosen Bouncen: Ich kann wieder voll mitgehen, muss aber nicht alles auf mich beziehen. Und weil neben mir auch ein paar andere Fans die Band ohne illegale Downloads supportet haben, chartet das Album immerhin eine Woche lang auf Platz 1.

Auch Jan & Co. scheinen dazu gelernt zu haben. Mit einem B-Seiten-Track und einem Video-Snippet am Ende von „Gustav Gans“ bedanken sie sich artig bei ihren Fans mit einer rührenden Melodie: Spätestens jetzt sind wir wieder voll miteinander versöhnt – jedenfalls von meiner Seite aus…

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist mal wieder einer dieser Momente, wo ich in unserem Blog aus dem Staunen nicht rauskomme. Weil ich so viel lerne über die Beginner. Weil mir Deine Geschichte sehr nahe geht. Als jemand, der gut ein Meter Depeche-Mode-Platten im Regal stehen hat, hat mich schon allein das Foto mit den Beginner-Memorabilien berührt – ohne einen einzigen Satz gelesen zu haben. Ich wusste: Hier geht es jetzt ans Eingemachte. Und genau das hat sich dann beim Lesen bewahrheitet.

    Ich weiß, es ist für einen manchmal als vermeintlicher Experte auftretenden Blogger vielleicht nicht gerade das schlaueste Eingeständnis, aber ich muss (mal wieder) sagen: Ich hatte ja keine Ahnung. Keine Ahnung, dass die Beginner schon so viel früher als „Bambule“ am Start waren. Keine Ahnung, dass sie mal zu fünft waren. Keine Ahnung, dass sie zu ihren Anfangszeiten noch so sehr nach US-Hiphop klangen. Keine Ahnung, dass sie so politisch zu verorten sind.Vielen Dank für diese Nachhilfestunde. „Die Kritik an Platten kann die Platten der Kritik“ ist ein wirklich cooler Song, dem ich auch mit meinem heutigen Kontext durchaus etwas abgewinnen kann. „K.E.I.N.E.“ ist hörenswert.

    Beides Offenbarungen für mich, denn für mich traten die Beginner erst mit „Liebes Lied“ auf die  Bildfläche. Aber dann auch richtig. Auch ich halte „Bambule“ für – wie hast Du es genannt – „Meilenstein des Deutschraps“. Auch wenn ich mich da ja nicht mal halbwegs so gut auskenne wie Du. Aber ich konnte mich – wie übrigens fast alle Menschen in meiner Umgebung – auf die Platte problemlos einlassen. Und drehe „Hammerhart“ auch heute noch jedes Mal laut, wenn es mir begegnet. Großartige Platte.

    Ein Niveau, das die – dann ja schon drei – für mich nicht mehr erreichen konnten. Weder mit „Blast Action Hero“ noch mit ihren Solo-Projekten. „Scheinwerfer“ hat seine Qualitäten, zweifellos. Aber der Beat ist nicht meins, da mochte ich den Sound von „Füchse“ zum Beispiel viel lieber.

    Und dann Jan Delay…. Seine Disco-Phase kam für mich nie über ein Top-40-Band-Level hinaus. Und was ich von seiner jüngsten Inkarnation als „Rocker“ halte, habe ich ja schon anlässlich von „Wacken“ geschrieben. Aber meine Meinung wird Dich da in keiner Weise beeinflussen – höchstens darin bestärken, dass ich in Sachen Deutschrap noch ein paar Lektionen zu lernen habe 😉

    Ich habe mir übrigens auch mal „Ich lieb die Beginner“ angehört, weil ich natürlich wissen wollte, was es damit auf sich hat. Sicher: Wenn man mit der Band so verbunden ist wie Du; wenn man ihnen so nah war; wenn man sich als Supporter und Gleichgesinnter versteht – ist das schon ein derber Schlag ins Kontor. Es fällt mir darum auch schwer zu glauben, dass die Beginner damit ihre Fans im Allgemeinen meinten. Denn mit dem Video bei „Gustav Gans“ zeigen sie ja – wie Du schon sagst – ihre Wertschätzung gegenüber den Fans. „Ich lieb…“ geht nach meinem Verständnis eher in Richtung aufdringliche Groupies. Ob die sich diese schräge Nummer aber wirklich bis zu Ende anhören würden? Seltsamer Song… Nichts, wofür man sich auf Jahre aus dem Weg gehen muss. Und somit umso schöner, dass Ihr Euch wieder versöhnt habt. Denn Eißfeldt, Dennis und Mad scheinen ja noch einiges in petto zu haben. Und wenn sie sich nicht zu lange Zeit lassen, schaffen sie es ja vielleicht auch noch mit einem Song der kommenden Beginner-LP in unsere Liste…

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