Interlude: Psaiko.Dino feat. Bartek und Palina Power

Einen hab ich noch.

Ich habe Dir ja das Produzenten-Album von Cros Tour-DJ Psaiko.Dino ans Herz gelegt. Das läuft bei mir seit einer Woche auf Rotation, da es in vielen Punkten wirklich rund geworden ist. Die Auswahl der Feature-Gäste ist nachvollziehbar – man hat nicht den Eindruck, dass da große Summen gezahlt werden mussten, damit die Leute ihre Verses nach Stuttgart abgeliefert haben. Neben ein paar voraussehbaren Volltreffern (Cro zusammen mit Haftbefehl) gab es auch mehrere überraschende Konstellationen. Von…

…Palina Rojinski wusste man bislang nur, dass es sich um eine trashige TV-Ulknudel aus dem Umfeld von Joko und Klaas handelte. Dass sie rappen kann, hielt ich für unwahrscheinlich, obwohl sie seit einiger Zeit wohl mit Schowi von den Massiven Tönen zusammen ist. Der hat wiederum immer noch in Stuttgart eine Booking Agentur namens „0711“, die sehr eng mit Psaiko.Dinos Label „Chimperator“ zusammenarbeitet. Das macht aber alles natürlich noch keine Rapperin aus.

Doch Palina schafft es, ihre durchs TV auf kantig zugeschnittene Persönlichkeit und ihre russischen Wurzeln geschickt in ihren Text einzuweben, so dass ich mich gut amüsiere. Im Duett mit Bartek – seines Zeichens ein Viertel der Formation „Die Orsons“ und Label-Mitgründer von „Chimperator“ – flowt das alles sehr gut. Klassischer Kindergarten-Humor, aber sehr lustig!

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Du hältst mich ja ganz schön auf Trab, mein Lieber. Ich habe mir noch gar keine abschließende Meinung gebildet, was ich vom Blut spuckenden Casper halten soll – da kommst Du schon mit dem nächsten Song um die Ecke. Da stellt sich mir natürlich unweigerlich die Frage, welcher mir besser gefällt. Die kann ich aber nicht so einfach beantworten. Denn beide haben ihre Stärken.

    Musikalisch gefällt mir „Alles endet (aber nie die Musik)” besser. Einen im Grunde genommen ja Gitarren-Indie-Song mit Rap zu erweitern, halte ich für eine Gute Idee. Im Gegensatz zu „Boah!“ berührt mich das emotional. Und bei Caspers Botschaft („The music lasts forever“) kann ich bedenkenlos zustimmen. Allein: Der Spaßfaktor hält sich in Grenzen. Mir bereitet es wenig Vergnügen, einem verblutenden Casper beim Lip-Syncing zuzusehen. Überhaupt stelle ich diese ganze „Natural Born Killers“-Inszenierung in Frage. Wenn man offenbar Geld in die Hand nimmt, um in den USA eine mehrteilige Clip-Reihe zu produzieren – warum hat man da nicht auch noch etwas Zeit in eine eigenständige Idee investiert? Vielleicht gibt es ja einen weiteren Teil, der alles einordnet. Denn wenn ich das richtig verstehe, ist Caspers Begleiterin ja noch auf freiem Fuß. Und wenn ich eines aus Dallas, Star Wars und Scream gelernt habe, dann das: So lange man nicht die Leiche eines Protagonisten gesehen hat, kann er jederzeit wiederkommen. Ich denke also: To be continued.

    Um eine outstanding Video-Idee haben Psaiko.Dino und Konsorten sich wahrscheinlich nicht großartig das Hirn zermartert. Aber das muss bei einem Song wie „Boah“ ja auch nicht zwingend sein. Hier steht der Spaß im Vordergrund – sowohl bei allen Beteiligten, als auch bei mir. Hier kann ich ohne große Berührungsängste mit dem Kopf nicken und dreieinhalb Minuten Spaß haben. Manchmal ist das mehr als genug.

  2. Pingback: Interlude: Psaiko.Dino vs. Marla Blumenblatt | 100 Songs

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