Interlude: The Weeknd

Bei meiner Suche nach dem nächsten musikalischen Kick schaue ich auch jede Woche nach, was Jan Wigger und Andreas Borcholte in ihrer „Abgehört“-Kolumne auf Spiegel Online so präsentieren. Immer häufiger kommt dabei folgendes: Je mehr die beiden Herren eine Platte loben, um so weniger gefällt sie mir. Wenn Wigger und Borcholte aber schimpfen, werde ich hellhörig – denn dann könnte die Platte was für mich sein.

Folglich habe ich in dieser Woche Dawes und Adolar links liegen lassen und stattdessen auf The Weeknd geklickt. Erst recht als ich las, dass für einen Song von „Kiss Land“ ein von mir innig geliebter 80s-Hit gesamplet wurde: „Precious Little Diamond“ von Fox The Fox. Einfacher kann man mir den Einstieg nicht machen.

Und während sich Andreas Borcholte über „die hallenden Genesis-Drums und die protzenden Synthies aus der überwunden geglaubten Hölle ca. 1985 bis ’87“ echauffiert und früheren Weeknd-Veröffentlichungen nachtrauert, fühle ich mich in der Soundwelt eigentlich recht wohl. „Love In The Sky“ zum Beispiel hätte bei „Miami Vice“ eine großartige Figur gemacht. „Wanderlust“ ist allein schon wegen des oben erwähnten Samples großartig. Und die Stimme von Adam Tesfaye ist in ihren besten Momenten schlicht herzzerreißend. Und das nicht nur, weil sie an Michael Jackson und dessen Verlust erinnert.

Einmal mehr: Danke für die Empfehlung – auch wenn die Rezension von „Kiss Land“ so wahrscheinlich gar nicht intendiert war.

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