Interlude: Inner City/Ian O’Donovan

Ich bin offensichtlich in einem Alter, in dem es ständig Jubiläen zu feiern gibt. 30 Jahre „The Hurting“ zum Beispiel. Oder die Veröffentlichungen wegweisender Videos. Ein weiteres Beispiel: Bei einem Besuch auf Beatport stieß ich am Wochenende auf ein Download-Bundle mit neuen Remixen von „Good Life“ von Inner City.

Es hat einen Moment gedauert, bis mir klar wurde, warum die ausgerechnet jetzt erschienen sind: Der Song wurde vor 25 Jahren erstmals veröffentlicht.


Inner City – Good Life von SirDroopy

Ich fand ihn damals klasse – auch ohne zu wissen, wer Kevin Saunderson eigentlich ist und was es mit Detroit auf sich hatte. Das habe ich erst viel später gelernt. Umso mehr freut es mich, dass ich die damaligen Remixe von House-Größen wie Steve „Silk“ Hurley und Mike „Hitman“ Wilson im Regal stehen habe. Dass der Song jetzt mit einer Reihe neuer Versionen gewürdigt wird, finde ich durchaus angemessen. Beim Durchhören jedenfalls haben sie mir durchweg gut gefallen.

Ich will bei der Gelegenheit noch kurz erzählen, wie ich überhaupt auf die Veröffentlichung gestoßen bin, denn eigentlich habe ich etwas ganz anderes gesucht. Ich hatte auf dem Kraftfuttermischwerk ein Augenzeugen-Video gesehen, das Richie Hawtin bei der Arbeit zeigt. Zunächst erstmal war ich beruhigt festzustellen, dass auch bei jemandem dieses Kalibers die Technik nicht immer das macht was sie soll.

Interessanterweise hat Hawtins Label vom selben Abend ebenfalls ein Video produziert, das die Ereignisse in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Wie dem auch sei: Ich mag den Song, mit dem dieses Video hinterlegt ist und wollte wissen, wie er heißt und von wem er ist. Shazam hat nicht weiterhelfen können, aber in den Youtube-Kommentaren habe ich den entscheidenden Hinweis auf den Verantwortlichen gefunden: Ian O’Donovan. Und der Song aus dem Video heißt „Firefly“.

Kannte ich beide nicht. Also habe ich seine Stücke bei Beatport gesucht, um „Firefly“ und weitere Informationen zu finden. Und siehe da: „Firefly“ ist noch nicht veröffentlicht worden. O’Donovans Name tauchte dafür aber in der Tracklist der „Good Life“-Remixe auf, denn offensichtlich veröffentlich er seine Musik auch auf KMS, dem Label von Kevin Saunderson. Und so schließen sich mit den „Good Life“-Remixes gleich mehrere Kreise. Was jetzt noch fehlt ist eine nette Gelegenheit, die neu entdeckten Tracks mal laut zu spielen. Sonst erfreue ich einfach mal wieder meine Nachbarn 🙂

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