Interlude: Placebo

“My computer thinks I’m gay, I threw that piece of junk away.” Diese Zeilen ließen mich aufhorchen als ich kürzlich im Auto unterwegs war. Und zwar im doppelten Sinne. Zum einen finde ich diesen Einstieg in einen Song sehr witzig. Zum anderen stellte ich bei der Gelegenheit erneut fest, dass Placebo es vermögen, mich immer wieder angenehm zu überraschen.

Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon gedacht habe, dass deren Konzept eigentlich ausgereizt sein müsste. Um dann – wie jetzt wieder – zu hören, dass sie offensichtlich weiterhin gute Ideen haben. Was ich bei der Gelegenheit zusätzlich charmant fand: Auch mein erstes Aufeinandertreffen mit der Band passierte in einem Auto. Ich war mit einem Kommilitonen nach London unterwegs und Radio 1 empfing uns beim Verlassen der Fähre mit „Bruise Pristine“. Kaum war ich in der Oxford Street, kaufte ich auch schon die Single.

Die ersten drei Alben habe ich oft und gern gehört, ganz besonders „Without You I’m Nothing“. Danach habe ich ihnen nur hin und wieder meine Aufmerksamkeit geschenkt, etwa als sie einige meiner 80-Favoriten coverten. „Running Up That Hill“ etwa ist ganz großartig geworden.

„Too Many Friends“ gefällt mir in erster Linie wegen der Idee, Social Media mal in einem Song zu verarbeiten. Ich bin gespannt, mit wie vielen guten Ideen sie mich auf ihrer nächsten Platte überraschen werden.


Placebo — Too Many Friends – MyVideo

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