Interlude: Mick Jagger

Klar sind heute alle Zeitungen voll und werden sich mit Analysen darüber überschlagen, warum der alte Zausel auch noch mit 70 so agil die Massen verzaubert.

Das Lustige an Jagger und den Stones: Bereits vor 25 Jahren, als ich mich erstmals mit ein paar ihrer Songs beschäftigte und die Berichterstattung zu irgendeiner dieser „absolut letzten Welttourneen“ verfolgte, Ende der 80er also wurde bereits darüber gelästert, dass man sie bald im Rollstuhl auf die Bühne schieben würde.

Und jetzt das: Jagger darf sich weiterhin schlimmer als Thomas Gottschalk anziehen und trägt angeblich Hosengröße 26 und alle paar Jahre trommelt er die verbliebenen Mohikaner ins Studio, man musiziert irgendwas zusammen, bis der Tonträger voll ist und hat dann noch mal einen Grund, anderthalb Jahre lang die großen Stadien des Globus von innen zu sehen.

Das klingt eigentlich alles zynischer, als ich es meine. Ich mag die Stones und auch einige Solo-Projekte von Jagger. Auch wenn ich seine Reggae-Gehversuche cheesy finde, hat der Mann in bald 50 Jahren doch mehr als ein Dutzend musikalische Perlen geschaffen: Irgendeinen Jagger-Song findet eigentlich jeder gut.

Bei der Frage Stones oder Beatles würden Mick & Keith & Co bei mir aber immer verlieren. So wie ich lieber Oasis als Blur höre oder Eastcoast-Rap dem der Westcoast bevorzuge. Allerdings sind mir solche Grabenkämpfe mit zunehmendem Alter egaler: Es ist ja eigentlich viel schöner, wenn man noch mehr Lieblingssongs haben kann, als wenn man sich von vorneherein beschränkt.

So und jetzt ist das Stichwort da: Was ist denn nun der absolut beste Stones/Jagger-Song für mich..? Hm, aus verschiedenen Gründen, die hier nicht hinpassen, zähle ich mal diese hier auf: nicht wundern, ist eben mein Geschmack…

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