Interlude: Space

Frankreich plus Synthie-Disco plus Helme – die Summe dieser Gleichung muss nicht immer Daft Punk lauten. Schon 1977 – also in dem Jahr, in dem Giorgio Moroder die Musik-Welt veränderte – hatte eine Band namens Space mit dem oben genannten Konzept eine kurze Karriere gestartet.

Die Single „Magic Fly“ hatte ich als Siebenjähriger mal ganz kurz in einem TV-Spot gesehen (wahrscheinlich für so etwas hier) und war gleich Feuer und Flamme. Die Tatsache, dass die Musiker um Gründungsmitglied Didier Marouani in Astronauten-Outfits unterwegs waren, machte sie für mich nur noch attraktiver. Disco, Elektronik, Raumschiff Enterprise, Lego Raumfahrt – meine musikalischen und freizeitlichen Interessen fügten sich da zu einem großartigen Ganzen zusammen. Und so investierte ich meine Reisekasse in den Osterferien 1980 – die wir in Lyon und Nizza verbrachten – in „Magic Fly“ und „Just Blue“, zwei Space-Alben aus den Jahren 1977 bzw. 1978.

space_blue_front
space_blue_backInsbesondere das Cover von „Just Blue“ hatte es mir angetan. Ich habe Stunden damit verbracht, mir jedes Detail anzuschauen: die Form des Raumschiffs, der Weg in die Unterwasserstation, der Ausdruck auf den Gesichtern der Astronauten – ein Wimmelbuch für angehende Pop-Fanatiker. Ach ja, auch das Vinyl war blau.

Bei der ganzen Diskussion um Frankreich als Quelle von relevanter Popmusik fielen mir Space jüngst wieder ein. Waren sie aber auch Vorreiter für Daft Punk? Mit dieser Auffassung scheine ich zumindest nicht ganz allein zu sein. Was meinst Du?

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