Interlude: Luiek

“Wer mit 19 sein Debüt noch nicht draußen hat, der taugt nichts.” Dieses Zitat stammt von einem früheren Kollegen. Ich war damals 32, er 18. Kurze Zeit später erschien sein Debüt.

Mein Debüt steht ja weiterhin aus, ein Album habe ich bislang nicht veröffentlicht (Tapes rechne ich da mal nicht mit). Aber immerhin habe ich es mal zu einer namentlichen Erwähnung in einem CD-Booklet geschafft. Die Band hieß Decorder, ihr Album „Für immer und weiter“. Ich habe mit dem Bassisten von Decorder früher zusammengearbeitet, er hatte mir damals Gesangsspuren ihrer Songs zugespielt. Die habe ich dann zu Remixen verarbeitet, die der Band sogar gefallen haben. Einen kann man immer noch auf Myspace nachhören. Und für ihre Release-Party hatten Decorder mich als Vorab-Plattenaufleger angefragt. Da durfte ich den Bogen schlagen von Leonard Cohen über Ride bis Massive Attack und einem meiner Decorder-Remixe, bevor die Band die Bühne übernahm.

Klar: So etwas verbindet. Entsprechend bedauerlich fand ich es, als Decorder sich irgendwann aufgelöst haben. Aber: Bassist und Sänger sind jetzt aber mit einer neuen Band am Start. Sie heißt Luiek und hat in den vergangenen Tagen neue Songs ins Netz gestellt. Angesichts der Vorgeschichte steht es außer Frage, dass ich mir die gleich angehört habe.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich anfangs ein wenig mit den neuen Songs gefremdelt habe. Vielleicht auch, weil ich auf Decorder eingestellt war und mit Luiek etwas anderes bekommen habe – trotz vieler personeller Überschneidungen.

Nachdem ich diese Phase überwunden habe, muss ich anerkennen: Die neuen Songs sind gut. Sie entwickeln auf vielen Ebenen das weiter, was mir an Decorder gefallen hat. Mein Favorit ist “Einfrieren”.

Alle Songs der “Was dir bleibt“-EP gibt es hier.

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