Interlude: Westbam

1992 drückte mir Simon im Französischkurs eine CD mit dem Titel „A Practising Maniac at Work“ in die Hand. Zwei Tage lang nervte ich meine Eltern mit diesem Westbam-Album zu Tode, danach hatte ich selbst genug davon. Obwohl ich immer wieder über Westbams Geschichte stolperte und gute Interviews mit ihm las, hat mich seine Musik nie wirklich gefesselt. Techno, das war was für die Millionen, die jährlich um die Siegessäule tanzten und sich gegenseitig mit Super-Soakern voll Urin beschossen, wenn sie nicht gerade Gotthilf Fischer mit Es betäubten oder im Neuen See kopulierten. Doch letzten Herbst wurde ich hellhörig, als mir ein Bekannter – nennen wir ihn Guido – von Westbams neuestem Projekt erzählte: ein Album mit Features von Iggy Pop und Kanye West und vielen anderen interessanten Musikern. Hier ist der erste Teaser dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=NmA2hpTAVNA&feature=share

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  1. 1994 bekam ich von einem Freund, der damals beim Media Markt in der CD-Abteilung arbeitete, eine “A Practising Maniac at Work”-Umhängetasche geschenkt. Die habe ich während meines London-Aufenthalts 1994/1995 stolz getragen. Auch wenn ich Westbams Musik zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr so doll fand. In dem Jahr war gerade Westbams Album „Bam Bam Bam“ herausgekommen, was ich – bei aller Begeisterung für Techno und für Westbam – dann doch eher mittelmäßig fand. Viel lieber mochte ich „Alarm Clock“ oder seinen Remix von Phillip Boas „This is Michael“.
    Dass ich Westbam aufgrund des ganzen  grauenhaften Zeugs, das auf „Celebration Generation“  noch folgen sollte, dann doch unterschätzt habe, fiel mir bei „Computerstaat“ auf. Für „Pop 2000“  hatte er eine gelungene Coverversion des Abwärts-Klassikers aufgenommen. Und auch der von Dir gepostete Trailer klingt ausgesprochen vielversprechend. So gar nicht nach Westbam. Bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt.

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