99/100: When I’m 64

The Beatles (1967)

Eine Liste von 100 hörenswerten Songs zusammenzustellen ohne dabei Lennon/McCartney zu berücksichtigen, fühlt sich irgendwie unvollständig an. Die Gefahr bestand durchaus: Als ich noch jung war, waren die Beatles für mich so selbstverständlich wie Youtube für die Kinder von heute. Als ich anfing, Musik zu hören, hatten die Fab Four die Welt bereits verändert. Ich nahm ihre Errungenschaften einfach so hin und wusste gar nicht, wie viel von den Beatles in der aktuellen Musik steckte, die ich hörte. Auf der Maxell-Kassette, die ich bei meinem Vater in Auftrag gab, waren es von „I Saw Her Standing There“ bis „I Am The Walrus“ keine 90 Minuten. Dass die Beatles in den dazwischen liegenden Jahren Songwriting- und Aufnahme-Techniken revolutioniert hatten sowie ein bis dato unbekanntes Ausmaß von Begeisterung ausgelöst hatten – ich durchblickte das kaum.

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Gastfeature: drei Songs von ApeCrime

Als wir mit 100songs.de vor drei Jahren angefangen haben, habe ich bei mir zuhause noch weitgehend den Ton angegeben. Inzwischen bin ich aber nicht mehr der einzige, der versucht, andere für Neuentdeckungen zu begeistern. Meine Töchter sind in Sachen Popkultur zu einem wichtigen Input geworden. Songs, die sie mir vorspielen, sind immer cool. Und wenn sie „meine“ Musik mögen, weiß ich: Damit kann ich auch andere begeistern. Vor etwa zwei Jahren hat meine ältere Tochter ApeCrime mit nach Hause gebracht. Das Trio ist aus unserem Alltag inzwischen nicht mehr wegzudenken. Ich freue mich, dass Katharina hier mal erklärt, was es mit der Begeisterung für ApeCrime auf sich hat. Die mich übrigens auch erfasst hat. Vorhang auf also für

„Swing Dein Ding“, „Affengang“ und “Einer von uns“ von ApeCrime von Katharina Potter

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Interlude: Mein Dezember

Dieser Dezember ist ein ganz besonderer für mich, denn es gehen gleich zwei Wünsche in Erfüllung. Und das noch vor Weihnachten. Am kommenden Samstag lade ich mit Thomas von den Shirthunters zum „Tanz ins Glück“ ein, der Premiere unserer eigenen Party-Reihe in Bonn. Und nur wenige Tage später lege ich in der Bundeskunsthalle auf, wenn dort die Gäste zur Late_Night_Art kommen. Ich freue mich sehr auf beide Termine und darauf, bei beiden Gelegenheiten ein paar Klassiker und viele Neuentdeckungen spielen zu können.
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Interlude: Jack Garratt

Ich höre ja doch recht viel Musik. Und nur ein Bruchteil davon schafft es hier in den Blog. Das sind dann meist Songs, die mich überraschen. Mich in irgendeiner Form berühren. Meine Erwartungen weiträumig umfahren. Elemente in einer Form zusammenbringen, die ich bislang nicht kannte. Und damit: Herzlich willkommen, Jack Garratt. Weiterlesen →

Interlude: Gülbahar Kültür

„Wenn ihr Name auf einer CD steht, wird da schon etwas für mich dabei sein“ – das hatte ich im vergangenen Jahr zu Gülbahar Kültür geschrieben. Die Journalistin, Schriftstellerin und DJane veröffentlicht regelmäßig Compilations auf musikalischen Gebieten, auf denen ich nicht so firm bin. In diesen Wochen erscheinen gleich drei neue Zusammenstellungen, die ich mit der versammelten Neugier eines Musikinteressierten, DJs und Bloggers durchhöre. Und meine Suche nach mich begeisternden Songs war wieder erfolgreich. Weiterlesen →

97/100: Rückspiegel

Maxim (2013)

Eigentlich hätte es mir schon lange klar sein müssen. Schließlich hatte Martin L. Gore es mir schon vorgesungen, da war ich 15. Robin Williams hat es mir gesagt, da war ich 19. James Hetfield hatte es mir vorgesungen, da war ich 33. Aber erst bei Maxim kam die Botschaft an. Mit seinen Zeilen über Mücken und Sommerurlaube zog er mich in einen Song, der auf einmal alles zusammenbrachte: das Leben, die Liebe, das Glück und den Tod. Da war ich 43. Weiterlesen →

96/100: Dämon

Ganjaman feat. Junior Randy (2002)

Ein Traum?
Ich weiß nicht.
Es fühlt sich schon irgendwie real an.
Real, aber weit weg.
Denn die Erfahrungen, die ich in jener Nacht im Frühjahr 2003 gemacht habe, waren irgendwie metaphysischer Art. Wenn ich später versuchte, davon zu erzählen, konnte ich es nie so richtig schlüssig erklären. Das wird mit dem Abstand von zwölf Jahren nicht viel besser geworden sein. Aber ich versuche es mal…
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95/100: Vapour Trail

Ride (1990)

„Schönes Thema, aber da gibt es gerade keinen aktuellen Aufhänger. Lass‘ uns mal beobachten, ob sich da nicht noch eine neue Entwicklung auftut. Dann können wir ja immer noch einsteigen.“ Ich behaupte mal: Mit dieser Begründung landen viele tolle Geschichten in den Wiedervorlagen zahlreicher Redaktionen – und werden nie wieder hervorgeholt. Denn irgendwas ist ja immer: Griechenland, IS, Flüchtlinge… Und so schaffen es ein paar Themen nie an die mediale Öffentlichkeit, obwohl sie es eigentlich verdient hätten. Mit „Vapour Trail“ von Ride ging es mir die vergangenen Jahre auch so. Von Anfang an in meiner Liste gesetzt, habe ich nie den Anlass gefunden, den Song zu einem Text zu verarbeiten. Nun ist der Aufhänger aber da. Weiterlesen →

94/100: Es tut mir leid

Die Coolen Säue (1997)
Wie persönlich sollte es in so einem Blog eigentlich zugehen? Was gehört hierher, was sollte lieber privat bleiben anstatt auf ewig in den Weiten des WWW auf irgendeiner der unzähligen Schattenseiten gespeichert zu bleiben? Eine interessante Frage – vor allem zu diesem Zeitpunkt – so kurz vor Erreichen des 100. Songs.
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93/100: Little Monster

Royal Blood (2014)

reading_RB_bengaloRechts von mir brannten ein paar Jungs Benagalos ab. Links von mir tobte eine wilde Pogo-Meute. Von hinten kamen in regelmäßigen Abständen Bierbecher geflogen, deren Inhalt sich in langen Fontänen über das Publikum ergoss. Und vor der Bühne ließ sich Schlagzeuger Ben Thatcher von der Menge tragen, während Bassist Mike Kerr Kaugummi kauend zuschaute. Zehntausende Briten außer Rand und Band – an einem regnerischen Samstagnachmittag im englischen Reading. Und ich mittendrin – bis zu den Knöcheln im Matsch. Hammer. Weiterlesen →

91/100: Bring the Noise

Public Enemy w/ Anthrax (1991)

Das Fiz Oblon war die Disco, die mich am meisten geprägt hat. Und sie hat eine bewegte Geschichte. Martin Wüst, über viele Jahre Besitzer, Betreiber und Seele des Fiz Oblon, hat mir bei einem Treffen mehr über die Hintergründe der Zeit erzählt, in der ich mehrmals die Woche auf der Tanzfläche des Clubs stand. Der zweite Teil dieses Interviews beginnt im Herbst 1989. Weiterlesen →

90/100: Umbrella

Rihanna (2007)

Mal nachsehen: Was macht RiRi eigentlich gerade so? 9,3 Millionen Google-Treffer bei den News. Da wird über ihre Liaison mit Lewis Hamilton geschrieben, über gewagte Outfits und Tattoos, sowie über Einsätze als Coach bei „The Voice“. Dabei hat diese Frau auch mal richtig gute Songs gemacht. Aber das ist schon eine Weile her.

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89/100: Train To Doomsville

Lee „Scratch“ Perry & Dub Syndicate (1988)

Es wird dringend Zeit, dass ich Dir vom Fiz Oblon erzähle. Das ist die Disco, die mich maßgeblich musikalisch geprägt hat. In der ich zum ersten Mal so wichtige Künstler wie Public Enemy, Lard oder Fugazi gehört habe. Die Disco, in die ich über Jahre freitags und samstags gefahren bin, um mit meinen Freunden zu feiern. Um Musik zu entdecken. Die Disco, der ich an jeden Standort gefolgt bin. In der ich selbst auch mal aufgelegt habe. Weil mir das Thema so sehr am Herzen liegt und ich möglichst viel davon aufschreiben will, hole ich mir für dieses Posting Unterstützung dazu: Martin Wüst war über viele Jahre Besitzer, Betreiber und Seele des Fiz Oblon. Es gab Zeiten, da habe ich ihn in der Woche öfter gesehen, als meine Eltern. Außerdem hat er mich als einer der Gründer des Intros mit Matthias Hörstmann und dem Intro bekannt gemacht – was ja auch nicht folgenlos blieb. Also bin ich nach Osnabrück gefahren, und habe Martin dort in seinem neuen Geschäft besucht.

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